Glaubenssätze sind tiefe Überzeugungen. Sie wirken fast ausnahmslos in einem inneren Dialog, der unbewusst abläuft. Die Überzeugungen werden nicht hinterfragt. In der Regel handelt es sich um erlernte Sätze, die von Eltern, Respektspersonen, Vorbildern und anderen Erziehungspersonen weitergegeben werden. Grundlage für die Weitergabe an den Zu-Erziehenden sind Worte über die Vorstellungen was getan und was nicht getan werden sollte. Hierunter fallen Sprichwörter und andere Lebensweisheiten. Darüber hinaus können Glaubenssätze auch durch das Modelllernen erworben werden. Mit den Sätzen sind immer Vorstellungen über bestimmte Konsequenzen verbunden, die beim Nichteinhalten eintreten. Diese Folgen existieren allerdings nur in der Vorstellung einer Person und sind objektiv in der Regel nicht beweisbar. Glaubenssätze wirken direkt auf die Filterfunktion der Wahrnehmung und selektieren die eingehenden Reize. Darüber hinaus klassifizieren sie die Reize und ordnen sie in bestimmte Kategorien ein. Die Reaktion einer Person erfolgt auf Grund dieser Wertungen. Es lassen sich zwei Variationen unterscheiden. Die präskreptiven Formen beziehen sich auf die Einschränkungen und Grenzen und werden in der Kindheit erlernt. Die deskriptiven Formen bestehen aus Ableitungen und Schlussfolgerungen allgemeiner Sätze, die auf ein punktuelles Ereignis angewendet werden. Glaubenssätze können in ihrer Aussage nicht verändert werden. Allerdings ist es möglich, ihnen eine neue Bedeutung zu verleihen. Diese Methode wird vor allem im NLP eingesetzt, um dadurch die Wahrnehmung und das Verhalten zu verändern.

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