Grübeln bezeichnet das Nachdenken über ein Problem oder ein Thema, ohne dass es zu einem Ergebnis kommt. Es ist häufig von negativen Gedanken begleitet, weshalb die Gefühle beim Grüblen depressiven Charakter haben. Naheliegende Lösungen werden angezweifelt. Daher kommt der Betroffene immer zu dem Schluss, dass es keine Lösung für das Problem gibt. Häufig beginnen die Gedanken um das Thema zu kreisen und können nicht beendet werden. Lösungen werden verworfen, so dass das Grübeln aufrechterhalten wird. Grübelzwang äußert sich dadurch, dass der Betroffene ständig Grübeln muss, ohne dass es eine Veranlassung dafür gibt. Dies führt allerdings nicht zu einem zielgerichteten Handeln. Grundsätzlich kann das Phänomen eine psychische Erkrankung wie die Depression begleiten. Allerdings stellt der Grübelzwang häufig eine eigenständige Problematik dar, die im ICD10 unter der Bezeichnung „Vorwiegend Zwangsgedanken oder Grübelzwang“ geführt wird. Daher handelt es sich um eine eigenständige Zwangserkrankung. Die Gedanken können mit Handlungen vermischt vorliegen. Das Leben wird dann schwer beeinträchtigt. Entscheidungen im Alltag können nicht mehr getroffen werden. Die Therapie kann auf eine Vielzahl unterschiedlicher Varianten zurückgreifen. Neben Entspannungsübungen können auch kognitive Verfahren, kognitives Umstrukturieren sowie das Erlernen von Problemlösestrategien eingesetzt werden. Begleitet das Grübeln anderen Erkrankungen, dann gilt es zunächst die Grundproblematik zu therapieren.

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