Hypochondrische Neurosen sind durch eine Selbstbeobachtung gekennzeichnet, die sehr ausgeprägt ist und mit einer starken Angst vor Krankheit kombiniert ist. Die Ängste bestehen hierbei subjektiv nicht grundlos, sondern werden vielmehr an bestimmte Symptome und Anzeichen gebunden, die allerdings nicht wirklich vorliegen, sondern im Normalbereich liegen. Die Angst bezieht sich somit immer auf den eigenen Körper, wobei sie sich auf jedes Organ konzentrieren kann. Hypochondrische Neurosen sind für die Betoffenen wesentlich schwerwiegender, als Phobien. Während bei der Phobie dem Objekt der Angst ausgewichen werden kann, ist dies bei dieser Störung nicht möglich, weshalb die Angst ständig vorhanden ist. Sie kann sich bis zur Angst vor definierten Krankheiten steigern, so dass die Patienten sehr oft von Arzt zu Arzt gehen, da sie nicht an die Diagnose glauben. Betroffene haben einen ausgeprägten Realitätsverlust. Tiefenpsychologisch gesehen, liegt eine frühe Störung der Mutter-Kind-Beziehung vor. Die Störung ist ein Ersatz dieser Beziehung. Die Behandlung der Neurose ist schwierig und hängt von der Persönlichkeit des Betroffenen ab. Zugleich neigt die Störung zur Chronifizierung. Der Inhalt dieser Website dient der Information interessierter Besucher. Wir weisen darauf hin, dass die Informationen und Inhalte keine ärztliche Beratung und Untersuchung ersetzen. Sie sind zur Stellung von Diagnosen und Vorgehensweisen nicht geeignet. Es ist immer ein Facharzt zu Rate zu ziehen.

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