Das Johanniskraut gehört zu den Hartheugewächsen. Die Pflanze wird gegen depressive und psychovegetative Störungen eingesetzt. Daneben zeigt sie gute Wirkungen gegen Angst und nervöse Unruhe. Die Erntezeit der Pflanze ist um den 24. Juni angesiedelt. Damit wird es geerntet, wenn es in der vollen Blüte steht. Das Kraut wird kurz über dem Boden abgeschnitten und zu Büscheln verbunden. Getrocknet wird das Johanniskraut an einem schattigen Ort, der gut belüftet ist. Es ist seit ungefähr 2000 Jahren bekannt. Während der Antike wurde es gegen zahlreiche Beschwerden genutzt. Im Mittelalter wurde schließlich entdeckt, dass die Pflanze psychoaktive Eigenschaften besitzt. Nach neueren Studien ist das Johanniskraut in seiner Wirkung bei leichten und mittleren depressiven Verstimmungen vergleichbar mit den synthetischen Präparaten. Allerdings ist es wesentlich verträglicher und hat nur wenige Nebenwirkungen. Die Einnahme durch die Patienten ist bei dem pflanzlichen Präparat zuverlässiger als bei den synthetischen Mitteln, wie ebenfalls durch Studien bestätigt wurde. Dies resultiert aus dem Umstand, dass die Nebenwirkungen häufig früher spürbar sind als die erwünschte Wirkung. Maßgeblich für die Wirkung ist wahrscheinlich das Hyperforin, das in der Pflanze in einer Konzentration von bis zu fünf Prozent vorhanden ist.

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