Der Kindermissbrauch ist ein Phänomen, das erst seit einigen Jahren in der Öffentlichkeit diskutiert wird. Daher existiert keine Kindermissbrauch-Statistik, die offiziell anerkannt ist. Zudem ist das Thema mit einem sozialen Tabu belegt, so dass eine hohe Dunkelziffern anzunehmen ist. Es handelt sich um eine Kindesmisshandlung mit sexuellen Komponenten. Ausgeführt werden diese durch Personen mit einer Macht- oder Vertrauensstellung. Die Kindesmissbrauch-Folgen sind dabei gravierend. Die Kinder können im späteren Leben starke Bindungsprobleme erleben. Die Geschehnisse können häufig nicht verarbeitet werden und münden unter Umständen sogar in schwere posttraumatische Belastungssyndrome. Derzeit wird im Zusammenhang mit dem Kindesmissbrauch die Kirche als Hauptort ausgemacht. Auch christliche Schulen und andere Einrichtungen werden immer wieder genannt. Es entsteht der Eindruck, der Missbrauch sei auf solche Einrichtungen beschränkt. Faktisch ist die Paarung „Kindesmissbrauch – Katholische Kirche“ keine Ausnahmeerscheinung. Vielmehr zieht sich der Missbrauch durch alle Gesellschaftsschichten, unabhängig von der Stellung oder einer Organisation. Meistens bleibt er allerdings unbemerkt, da die Handlungen von den Kindern nicht als Unrecht angesehen werden. Der Gesetzgeber bietet auch bei Kindesmissbrauch Verjährung an. Nach 20 Jahren kann der Täter nicht mehr bestraft werden. Daher wird öffentlich diskutiert, ob die Frist angemessen ist. Eine Hilfe ist sie jedenfalls nicht, denn die Opfer tragen lebenslang ein Problem mit sich. Eine gute Kindesmissbrauch-Hilfe verlangt auch immer danach, dass das Unrecht der Handlungen bestätigt wird. Als Möglichkeiten der Hilfe stehen auch Psychotherapien zur Verfügung. Allerdings sind die Folgen nicht vollständig zu beheben.

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