Stress spielt sich immer auf drei Ebenen ab. Neben der kognitiven Ebene spielt die Verhaltensebene eine wichtige Rolle. Auch die körperliche Ebene ist ein wichtiger Bestandteil. Die körperliche Stressreaktion wird durch das vegetative Nervensystem bedingt und wird zugleich vom Hormonsystem beeinflusst. Hauptakteure sind der Sympathikus, der Parasympathikus sowie Hormone, die auf diese beiden Nervensysteme einwirken. Der Sympathikus hat die Aufgabe die Erregung zu steigern und eine Aktivierung herbeizuführen. Der Parasympathikus wirkt dieser Arbeit entgegen. Zu Beginn schüttet der Körper Adrenalin aus. Da dieses Hormon zu Schäden führen kann, wird gleichzeitig sein Gegenspieler das Noradrenalin ausgeschüttet. Sie wirken auf das sympathische und parasympathische System ein. Es kommt zu einer Erhöhung des Herzschlags, die Blutzirkulation wird beschleunigt. Darüber hinaus wird Blut zu den Muskeln transportiert. Die Folge sind kalte Hände und ein vermehrtes Schwitzen. Die Atmung wird ebenfalls beschleunigt, da für die Reaktionen mehr Sauerstoff benötigt wird. Dies kann zu Beklemmungen und Engegefühl in der Brust und zu Atemlosigkeit führen. Darüber hinaus verlangsamt sich die Verdauung, was Übelkeit zur Folge hat. Die Pupillen weiten sich und es kann zu einer verschwommenen Sicht kommen. Insgesamt wird der Körper deshalb auf die Reaktionen Flucht oder Kampf vorbereitet. Die Symptome sind ähnlich gelagert wie die Symptome der Angst. Darüber hinaus entstehen auf der körperlichen Ebene Symptome wie Bluthochdruck, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Verspannungen oder Rückenschmerzen. Wenn der Körper über eine längere Zeit in diesem Zustand verbleibt, dann können auch Angsterkrankungen ausgelöst werden. Entscheidend dafür ist, dass auch die beiden anderen Ebenen über einen langen Zeitraum die Stresssymptome voll ausbilden.

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