Die kognitiv-transaktionale Stresstheorie sieht im Stress eine komplexe Wechselwirkung zwischen den Anforderungen zur Bewältigung und der handelnden Person. Sie wurde 1974 erstmals in einer Publikation von Richard Lazarus erwähnt. Der Psychologe ging davon aus, dass die objektive Reizbeschaffenheit nicht der Auslöser für Stress ist, sondern vielmehr die subjektiven Bewertungen durch die Person. Durch diese Theorie wurde erklärbar, warum ein Reiz bei einer Person Stress auslöst, während bei einer weiteren Person noch keine Reaktion stattfindet. In einer ersten Phase erfolgt durch ein Individuum zunächst eine Bewertung, ob ein eingehender Reiz ein Gefährdungspotenzial hat. Hier können die Abstufungen Bedrohung, Schädigung und Herausforderung unterschieden werden. In einem zweiten Schritt erfolgt die Beurteilung, ob die vorhandenen Ressourcen zur Bewältigung ausreichend sind. Erfolgt hier eine negative Bewertung, dann wird eine Stressreaktion ausgelöst. Nach dieser Phase wird schließlich die Lösungsstrategie danach bewertet, ob sie erfolgreich war. Ist diese ausreichend, dann wird das Verhaltensspektrum einer Person erweitert und die Lösungsstrategie wird zukünftig weiterhin angewendet. Damit wird die anfängliche Bedrohung zu einer Herausforderung. Die Lösungsstrategien können entweder aus bereits vorhandenen Ansätzen bestehen oder durch die Kombination zweier Strategien. Darüber hinaus kann es auch zur Entwicklung neuer Methoden kommen. Hierfür stehen verschiedene Wege zur Verfügung.

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