Die kognitive Umstrukturierung ist eine kreative Umdeutung eines Verhaltens oder einer Situation. Das Ziel ist die Verhaltensänderung oder die Veränderung von Bewertungen und Sichtweisen auf Objekte, Situationen und Personen. Es wird davon ausgegangen, dass eine Situation oder ein Ereignis neutral ist und daher weder als positiv noch negativ bewertet werden kann. Die Bedeutung und damit die Wertung entsteht erst durch die Beurteilung des Individuums. Grundlage für die Beurteilung ist die Wahrnehmung, die selektiv ist. Darüber hinaus spielen viele weitere Faktoren wie Einstellungen, Erfahrungen oder Erwartungen eine Rolle. Auch Glaubenssätze und andere „Programme“ können zu bestimmten Bedeutungszuschreibungen führen. Im NLP können zwei verschiedene Varianten der Umdeutung unterschieden werden. Zum einen wird die Bedeutung verändert, zum anderen kann die Veränderung des Umstandes sinnvoll sein. Bei der Letzterem spielt der Umstand eine wesentliche Rolle, dass ein Ereignis zwangsweise zu einer bestimmten Reaktion führt. Die Methode wird im Rahmen von Coachings oder von Therapien eingesetzt. Der Therapeut oder Berater hat zur Durchführung immer zwei Möglichkeiten. Bei der ersten Variante bietet der er die neuen Bedeutungen an und der Klient kann sie dann übernehmen. Die zweite Methode basiert darauf, dass der Berater oder Therapeut den Klienten durch eine gezielte Frage aktiv nach einer neuen Bewertung suchen lässt.

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