Das Kreismodell der Angst beschreibt einen Kreislauf, der dafür sorgt, dass die Angst aufrecht erhalten wird. Vor allem bei sozialen Ängsten wird er von den Betroffenen immer wieder durchlaufen. Zu Beginn des Modells treten soziale Defizite auf. Sie führen schließlich zu einer negativen Erfahrung, womit der Kreislauf beginnt. Dies führt im weiteren zu einer Angst vor negativen Ausgängen. Es führt zu einem Vermeidungsverhalten der sozialen Situationen. Positive Erfahrungen sind daher nicht mehr möglich. Deshalb bleiben die sozialen Defizite bestehen oder neue kommen hinzu. Diese sind zum Teil bewusst, weshalb die Angst vor negativen Erfahrung weiterhin besteht und das Kreismodell der Angst beginnt von erneut. Grundsätzlich kann der Kreislauf auch auf alle anderen Angsterkrankungen übertragen werden, wobei die Bezeichnungen jeweils spezifisch angepasst werden. Das Kreismodell der Angst hält sie nicht nur am Leben, sondern es kann während der Erkrankung auch zu einer Verschlechterung der Symptomatik kommen. Ziel einer Angsttherapie muss deshalb immer sein, dass neue und positive Erfahrungen gemacht werden. Hierdurch wird der Kreislauf durchbrochen und die Angst kann beseitigt werden.

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