Unter dem Begriff Lernbehinderung werden Beeinträchtigungen verstanden, die durch eine gestörte Informationsverarbeitung im menschlichen Gehirn hervorgerufen werden. Sie beruhen daher zu einem Großteil auf einer falschen Verarbeitung von Informationen, die biologisch begründet ist. Obwohl es starke Schwächen im Erlernen von neuen Inhalten innerhalb bestimmter Bereiche gibt, sind die Sinne normal ausgebildet. Gleiches gilt auch für die Intelligenz, die vielfach im Durchschnitt, bei einigen Betroffenen auch darüber liegen kann. Den Schwächen liegt immer eine Störung der Erfassung, Speicherung, Decodierung und Abrufbarkeit der Wissensinhalte zugrunde. Im wesentlichen lassen sich zwei verschiedene Arten unterscheiden. Die bekannteste Form ist die Lese- und Rechtschreibschwäche oder auch Legasthenie. Hierbei sind Beeinträchtigungen der Lesefertigkeiten wie Leseverständnis, Wiedergabe des Gelesenen, das Vorlesen und Ähnliches gestört. Zugleich können die Betroffenen sehr oft nicht fehlerfrei schreiben. Die Störung ist in allen Kulturen und Sprachen zu finden, so dass sie nicht kulturell bedingt ist. Zu unterscheiden ist diese Lernbehinderung von der isolierten Rechtschreibstörung, bei der das Lesen nicht betroffen ist, sondern ausschließlich die Rechtschreibung. Die Rechenstörung oder Dyskalkulie zeigt ähnliche Anzeichen. Allerdings ist bei dieser Form nicht das Schreiben und Lesen, sondern die mathematischen Leistungen betroffen. Die Betroffenen sind häufig nicht in der Lage selbst einfachste Aufgaben zu lösen. Obwohl keine Heilung erzielt werden kann, können bestimmte Therapieformen dennoch für eine Verbesserung sorgen. Ein Problem in schulischer Hinsicht ergibt sich bei der Dyskalkulie. Die Legasthenie ist schulisch anerkannt. Deshalb werden die typischen Probleme nicht in die Benotung einbezogen, so dass ein normaler Notendurchschnitt erreicht werden kann. Bei der Dyskalkulie gibt es eine solche Anerkennung nicht, weshalb gerade in Fächer mit einem hohen Anteil an Mathematik die Noten äußerst schlecht sind. In vielen Fällen kann deshalb keine höhere Schulbildung erworben werden. Der Inhalt dieser Website dient der Information interessierter Besucher. Wir weisen darauf hin, dass die Informationen und Inhalte keine ärztliche Beratung und Untersuchung ersetzen. Sie sind zur Stellung von Diagnosen und Vorgehensweisen nicht geeignet. Es ist immer ein Facharzt zu Rate zu ziehen.

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