Die Medikamentensucht besteht aus einem starken Wunsch, bestimmte Substanzen zu konsumieren, die in Medikamenten enthalten sind. Häufig handelt es sich dabei um Benzodiazepine, die schlaffördernd und angstlösend wirken. Aber auch viele andere Wirkstoffe können zu einer ausgeprägten Sucht führen. Die Betroffenen sind kaum in der Lage, den Beginn und die Beendigung des Konsums zu kontrollieren und vernachlässigen normale Lebensaktivitäten für die Einnahme des Stoffes. Je nach Suchtmittel kann daher auch eine soziale Isolation erfolgen. Der Konsum wird sogar fortgesetzt, wenn die körperlichen, sozialen und psychischen Folgen gravierend sind. Eines der deutlichsten Anzeichen ist die Toleranzsteigerung. Der Körper benötigt immer größere Mengen der Subtanz, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Wird der Suchtstoff abgesetzt, dann kommt es zu körperlichen Entzugserscheinungen. Die Medikamentensucht kann dann entstehen, wenn auf Grund einer Erkrankung eine Einnahme zwingend notwendig wurde und der Betroffene sich schnell an das Medikament gewöhnt hat. Aber auch psychische Probleme und Belastungsreaktionen können durchaus zu einer Sucht führen. In vielen Fällen ist in der Familie gehäuft eine Suchtproblematik vorhanden. Daher können genetische Auslöser nicht ausgeschlossen werden. Die Therapie besteht aus einem stationären Entzug. Darüber hinaus werden Verhaltenstherapien durchgeführt, damit der Betroffene lernt, ohne den Suchtstoff zu leben.

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