Das Messie-Syndrom wird häufig mit unsauberen Wohnungen in Verbindung gebracht. Die Betroffenen sammeln häufig alles, was sie erhalten und können Abfall nicht entsorgen. Alltagsaufgaben können daher kaum organisiert werden. Hygienische Probleme bis hin zu einer starken Geruchsbelästigung sind die Regel. Das Sammeln des Mülls ist zwanghaft ausgeprägt. Die Handlungsfähigkeit ist stark eingeschränkt und der soziale Umgang ist ebenfalls beeinträchtigt. Die Betroffenen fühlen sich häufig hilflos angesichts ihrer Situation. Soziale Verpflichtungen werden nicht mehr wahrgenommen und die normalen Regeln wie Pünktlichkeit treten in den Hintergrund. Das Messie-Syndrom kann durch viele Umstände verursacht werden. Häufig ist eine weitere Erkrankung wie Diabetes und Demenz zu finden. Auch Behinderungen können zu der Problematik führen. Grundsätzlich können Suchtprobleme sowie psychische Traumata das Syndrom auslösen. Trauerarbeit ist ebenfalls ein häufiger Grund. Darüber hinaus sind noch viele weitere psychische Problematiken als Ursache möglich. Liegt eine Erkrankung vor, dann kann das Syndrom durch die Behandlung der Ursache beeinflusst werden. Welche Therapiemöglichkeiten erfolgreich sind, ist bisher nicht eindeutig geklärt. Grundsätzlich ist die Anstellung eine Haushaltshilfe nicht angemessen, da die Betroffenen ein starkes Schamgefühl besitzen. Allerdings kann eine Anleitung durch einen Berater erfolgen. Auch ein Training mit dem Betroffenen kann durchaus Wirkung zeigen. Wichtig ist die Schaffung einer Vertrauensbasis, damit der Betroffene überhaupt einen Helfer in seine Privatsphäre lässt. Die Anleitung muss schrittweise erfolgen. Jede schnelle Veränderung wird abgelehnt und ist aufgrund der Situation des Betroffenen nicht zu bewältigen. Gute Erfolge können erzielt werden, wenn der Klient bei jeder minimalen Verbesserung gelobt wird.

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