Der Missbrauch besteht nicht nur aus körperlichen Demütigungen. Vielmehr kann auch ein psychischer Missbrauch vorliegen. Jeder Missbrauch hat somit sowohl psychische und zugleich auch körperliche Komponenten. Die Hilfe bei Missbrauch muss daher sehr vielschichtig erfolgen. Grundlegend für die Missbrauch-Hilfe ist eine psychische Betreuung der Betroffenen. Nicht immer ist der erste Weg allerdings der Gang zum Psychologen. Vielmehr lassen sich die Betroffenen zunächst beraten. Die Missbrauch-Hilfe in dieser Form wird meistens deshalb beansprucht, da sich die Betroffenen dafür schämen, dass sie missbraucht wurden. Zudem haben sie häufig Angst vor Konsequenzen, die oftmals von Tätern angedroht werden. Obwohl viele Beratungsstellen vorhanden sind, nimmt die Zahl der telefonischen Erstberatungen stetig zu. Die Missbrauch-Hilfe am Telefon ist anonym. Daher ist die Schwelle, die der Betroffene zu überwinden hat, niedrig. Durch das Ausbleiben des physischen Kontakts mit dem Helfer, öffnen sich die Opfer schneller und lassen sich von ihren Ängsten nicht mehr gänzlich beeinflussen. Grundsätzlich muss bei der Beratung zunächst Vertrauen aufgebaut werden. Erst danach wird versucht, dem Betroffenen Hilfe anzubieten. Wird eine Therapie abgelehnt, dann versucht die Beratung, die Folgen des Missbrauchs zu mindern, indem die Betroffenen dazu angeleitet werden, wieder ein normales Leben zu führen. Zugleich können Gespräche geführt werden, die den Missbrauch selbst thematisieren. Allerdings ist das Ziel nicht, die Betroffenen zu einem normalen Leben anzuleiten. Vielmehr soll die Missbrauch-Hilfe schrittweise an eine psychologische Therapie sowie an die Einschaltung weiterer Stellen heranführen.

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