Mobbing in der Schule wird von Schülern gegen andere Schüler ausgeübt. Neben der direkten Form können auch indirekte Formen vorkommen. Direkte Varianten sind beispielsweise verbale Attacken, indirektes Mobbing besteht aus der Isolierung des Betroffenen. Häufig werden elektronische Medien wie Handys oder auch soziale Netzwerke im Internet eingesetzt, um die psychische Schädigung des Betroffenen zu erreichen. Auffällig ist dabei, dass sich die mobbenden Kinder und Jugendlichen häufig nicht über ihr Verhalten und die daraus resultierenden Verhaltensweisen bewusst sind. Zugleich besteht an den Schulen noch immer die Neigung, Vorfälle herunterzuspielen oder die Schuld an die gemobbten Schüler zu übertragen. Dabei wird häufig betont, der Betroffene sei ein „Sonderling” und daher trage er zu seiner Situation bei. In vielen Fällen werden die Täter daher geschont. Der Druck kann dadurch auf den gemobbten Schüler stark erhöht werden. Zu beobachten ist dabei, dass die mobbenden Schüler eine positive Einstellung gegenüber Gewalt aufweisen. Häufig richtet sich die Gewalt auch gegen Lehrer oder Eltern und Geschwister. Die Mobber haben das Bedürfnis andere zu dominieren und treten impulsiv auf. Die Täter sind sehr selbstsicher. Unsichere Schüler sind daher meistens Mitläufer. Die sozialen Fähigkeiten der Täter sind zwar gut, werden allerdings ausgenutzt, um Mobbing zu betreiben. Problematisch ist, dass die Opfer sanktioniert werden. Der Mobber wird häufig belohnt. Dies ist ein Resultat aus dem Umstand, dass das Opfer oft gezwungen ist, die Schule zu wechseln. Lehrer solidarisieren sich nach Studien oftmals mit dem Täter und nicht mit dem Opfer. Häufig kommt es durch Mobbingerfahrungen bei den Opfern Jahre später zu Gewalttaten. Viele Amokläufer waren früher Mobbingopfer. Selbstverletzendes Verhalten und psychische Traumata sind ebenfalls häufig anzutreffen. Die Opfer versuchen häufig, dem Mobber zu gefallen, wodurch die Dynamik verschärft wird. Grundsätzlich sollte den Tätern entschieden entgegengetreten werden. Bei Mobbing in der Schule müssen schnellstmöglich Gespräche mit Lehrern und der Schulleitung sowie mit den Schülervertretern gesucht werden. Auch ein Gespräch mit dem Täter stellt eine Möglichkeit dar. Darüber hinaus kann eine Anzeige durchaus erfolgen. Dies ist besonders dann der Fall, wenn tatsächliche Schäden angerichtet werden. Bis zum 14. Lebensjahr ist ein Täter zwar schuldunfähig. Allerdings kann eine Anzeige viele Maßnahmen einleiten, bis hin zu Erziehungsmaßregeln und dem Einschreiten des Jugendamtes. Nehmen die Lehrer und die Schulleitung das Problem nicht ernst, dann müssen die vorgesetzten Stellen eingeschaltet werden. Wird das Opfer körperlich geschädigt und die Schule blieb trotz Kenntnis untätig, dann kann auch die Schule selbst angezeigt werden. Hier greifen ebenfalls strafrechtliche Konsequenzen.

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