MPU steht als Abkürzung für Medizinisch-Psychologische-Untersuchung. Die im Volksmund als „Idiotentest“ bezeichnete Maßnahme beurteilt die Fahreignung eines Antragstellers. Grundsätzlich gibt die MPU eine Prognose ab, ob der Antragsteller zukünftig zum Führen eines Fahrzeugs in der Lage ist. Daher bildet sie auch die Grundlage für die Entziehung oder die Erteilung einer Fahrerlaubnis. Es ist allerdings nicht jeder Antrag erfolgreich. Nur rund 60 Prozent erhielten 2006 bis heute ihre Fahrerlaubnis zurück, davon mussten rund 16 Prozent nochmals eine Nachschulung absolvieren. Die MPU besteht grundsätzlich aus einem medizinischen, einem psychologischen sowie einem Reaktionstest. Daher muss neben der Einsicht über das Fehlverhalten auch nachgewiesen werden, dass keine Drogen konsumiert werden. Auch die körperliche Leistungsfähigkeit spielt daher eine wesentliche Rolle. Die MPU-Beratung ist ein persönliches Gespräch. Im Mittelpunkt steht daher immer der Einzelfall. Hierbei wird zunächst erörtert, aus welchem Grund die Untersuchung durchgeführt werden muss. Auch die Ist-Situation wird nochmals erläutert. Auf dieser Basis wird dann abgeschätzt, wie hoch die Chancen auf eine Erteilung der Fahrerlaubnis sind. Darüber hinaus wird auch exploriert, welche Maßnahmen notwendig sind, um die Untersuchung erfolgreich zu absolvieren. Durch die Kenntnisse werden dann konkrete Maßnahmen erarbeitet, die notwendig sind, um die Fahrerlaubnis zu erlangen. Der Berater kann dabei während der gesamten Zeit helfend zur Seite stehen. Die eigentliche Durchführung der Maßnahmen verbleibt allerdings beim Klienten, so dass er ebenso die Verantwortung für den Erfolg trägt. Wird während der Beratung festgestellt, dass die Chancen zur Erlangung der Fahrerlaubnis nur gering sind, dann wird der Klient auch dahingehend beraten, den Antrag zurückzunehmen, bis eine reele Chance besteht, erfolgreich zu sein.

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