Der Ordnungszwang ist eine Zwangsstörung. Im eigentlichen Sinn handelt es sich um eine Zwangshandlung. Im Gegensatz zu Zwangsgedanken mündet die Störung in konkreten Handlungen. Die Betroffenen versuchen, ihre Umgebung nach einer festen Ordnung aufzubauen. Daher stellen sie Symmetrien her, ordnen ständig beispielsweise Bücher und Zeitschriften und wollen eine feste Ordnung in allen Bereichen vorfinden. Die Verhaltensweisen sind einem Zwang unterliegt. Wird die Ordnung nicht eingehalten, so entwickeln die Betroffenen Angst. Ängste und Zwänge gehören daher zusammen und sind untrennbar miteinander verbunden, auch wenn die Patienten den Unsinn ihrer Handlungen wahrnehmen. Häufig handelt es sich um Zwänge, die das Leben schwer behindern, so dass die Alltagsbewältigung nicht mehr möglich ist. Die Ursachen sind bisher allerdings nicht vollständig geklärt. Wie bei allen psychischen Störungen sind sowohl genetische wie auch umweltbedingte Faktoren involviert, deren Gewichtung nicht eindeutig feststeht. Die Therapie besteht aus einer Verhaltenstherapie, die sowohl kognitive Elemente beinhaltet, wie auch ganz konkret das Verhalten formt. Ziel ist die Minimierung der Zwänge. Während der Behandlung können Medikamente gegen Angst verordnet werden, da ein Unterlassen der Handlungen zu Angstzuständen führt, die sich stark steigern können und daher auch in Panik münden können.

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