Die Grenzen zwischen der Paartherapie und Paarberatung sind fließend. Eine Abgrenzung ist darin gegeben, dass die Beratung immer aufklären soll und Probleme identifiziert werden. Sie ist demnach eine Hilfe zur Selbsthilfe. Eine Krankheit oder Störung liegt bei der Beratung allerdings nicht vor. Eine Paarberatung wird bei akuten oder chronischen Konflikten innerhalb einer Zweierbeziehung durchgeführt. In vielen Fällen liegen dem Störungen in der Kommunikation zugrunde. So kann beispielsweise ständige Kritik, bei der ein Partner sich fortwährend rechtfertigen muss zu Konflikten führen. Darüber hinaus können Probleme auftreten, wenn ein Partner geringgeschätzt oder abgewertet wird. Aber auch eine Fehlinterpretation der Signale innerhalb der Kommunikation kann zu problematischen Konstellationen führen. Die Paarberatung kann auch durchgeführt werden, wenn eine Entscheidung getroffen werden muss, die allerdings durch divergierende Meinungen, Ansichten und Einstellungen der beiden Partner nicht getroffen werden kann. In diesem Fall hat die Beratung eine vermittelnde Stellung. Wie auch in allen anderen Formen der Beratung hat der Berater keine direktive Funktion. Vielmehr begleitet er die Paare bei der eigenständigen Findung einer Lösung. Um dieses Ziel zu erreichen, muss eine Atmosphäre erreicht werden, die vertrauensvoll und angstfrei ist. Im Mittelpunkt steht auch das Verstehen der Problematik und das Verstehen des Partners und seiner Motive und Motivationen.

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