Die Paarberatung ist ein Ausschnitt der Familienberatung. Sie wird in der Regel von Sozialverbänden, Kirchen oder kommunalen Trägern angeboten. Seit einigen Jahren sind allerdings vermehrt freiberufliche Berater auf dem Markt vertreten. Der ursprüngliche Begriff war Eheberatung, der allerdings inzwischen bedingt durch den gesellschaftlichen Wandel und die unterschiedlichen Familienformen weitgehend abgelöst wurde. Bei der Einführung der Beratungsform war die Ehe noch eine gesellschaftliche Notwendigkeit und bildete die Grundlage der Eheberatung. Paarberatung hingegen ist die angepasste und moderne Form, bei der kein Unterschied zwischen verheirateten und unverheirateten Paaren vorgenommen wird. Damit eine Paarberatung erfolgreich verlaufen kann, müssen beide Beteiligten die Einsicht haben, dass das Problem nur unter Mithilfe beider Parteien geklärt werden kann. Dies setzt die Einsicht voraus, dass die Notwendigkeit von beiden Partnern erkannt wird. Darüber hinaus ist die Erkenntnis notwendig, dass an den Problemen nicht nur ein Beteiligter „Schuld” ist, sondern immer ein Wechselspiel zu dem Problem führt. Die Paarberatung steht im Gegensatz zur Paartherapie. Sie ist eine Richtung der Psychotherapie und hat die Aufgabe, akute und chronische Konflikte in einer Partnerschaft zu lösen. Der Experte für das Problem ist in diesem Fall der Therapeut, während bei der Paarberatung die Beteiligten als Experten für das Problem gesehen werden können.Sie ist deshalb immer eine Hilfe zur Selbsthilfe.

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