Die Paartherapie ist eine Form der Psychotherapie. Sie bezieht sich immer auf eine Paarbeziehung und hat akute oder bereits chronische Konflikte in der Beziehung zum Inhalt. Für die Entstehung dieser gibt es – je nach psychologischer Schule – mehrere Erklärungsmodelle. Bei der systemischen Therapieform steht im Mittelpunkt, welche wiederkehrenden Prozesse für die Entstehung und Aufrechterhaltung der Konflikte verantwortlich sind. Grundlage der Störungen können hierbei die Verhaltensmuster, Interaktionen und Konstruktionen der Realität sein, die zwischen den Parteien unterschiedlich ausgestaltet sind. In der Kommunikationspsychologie wird bei auftretenden Konflikten immer eine Störung der Kommunikation angenommen. Ziel ist es hierbei, diese zu verbessern und im besten Falle zu beheben. Sie können in einer andauernden Kritik, in einseitigen Rechtfertigungen und Verteidigungen, in Geringschätzung des Partners oder in einem Rückzug bestehen. Um die Kommunikation zu verbessern, können verschiedene Übungen angewendet werden. Viele Methoden basieren auf der Interpretation der empfangenen Signale. Die Rahmenbedingungen werden so gewählt, dass es den Beteiligten während der Paartherapie möglich wird, Bedürfnisse, Ängste und Befürchtungen offen auszusprechen. Diese Äußerungen werden dann zur Grundlage für die Förderung des Verständnisses für den Partner. Gleichfalls werden die eigenen Muster überprüft. Deshalb wird die Toleranz, Flexibilität und Offenheit gefördert, was zu einer Nähe führen soll.

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