Die Personenzentrierte Therapie stammt aus der humanistischen Psychologie. Die Kommunikationsform innerhalb der Therapie ist nondirektiv. Das bedeutet, dass der Klient im Mittelpunkt der Behandlung steht. Der Therapeut und seine Einstellungen und Meinungen bleiben weitgehend im Hintergrund. Er erteilt keine Ratschläge. Zugleich nimmt der Behandelnde keine Wertungen vor. Vielmehr meldet er immer wieder an den Klienten zurück, was er selbst aufgenommen und verstanden hat. Die Rückmeldung erfolgt unverfälscht. Damit wird es dem Klienten ermöglicht, immer weiter in seine eigene Wahrnehmung vorzurücken. Darüber hinaus soll der Klient innerhalb der Therapieform die Möglichkeit erhalten, die Inhalte und den Prozess der Therapie selbst zu steuern. Der Therapeut übernimmt die Gestaltung der Prozesse und Inhalte nur, wenn der therapeutische Prozess ansonsten unterbrochen wird. Durch dieses Vorgehen soll es dem Klienten ermöglicht werden, sich selbst zu erkennen und zu analysieren. Daraufhin wird die Möglichkeit geschaffen, dass der Klient selbst eine Lösung für seine Probleme findet. Im Prinzip werden mit dieser Methode somit Entwicklungsprozesse angeregt, die im Endergebnis eine Problemlösung zur Folge haben. Im wesentlichen handelt es sich bei der Entwicklung um eine Veränderung des Selbstkonzepts eines Individuums. In der Praxis stellt die Personenzentrierte Therapie drei Anforderungen an den Therapeuten. Als oberstes Gebot muss er dem Klienten bedingungslose positive Wertschätzung entgegenbringen. Er muss sich in den Klienten einfühlen können und muss in seiner Haltung und in seinen Reaktionen echt sein. Das bedeutet, er darf keine Rolle vorspielen.

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