Unter dem Begriff Pharmakotherapie wird die Behandlung von Störungen mittels Arzneimitteln verstanden. Psychopharmaka wirken direkt auf das Zentralnervensystem ein. Dort beeinflussen sie psychische Funktionen, die gedämpft oder angeregt werden können. Innerhalb der in der Psychiatrie eingesetzten Pharmakotherapie kann zwischen verschiedenen Substanzgruppen unterschieden werden. Die Abgrenzung ist allerdings in der Praxis nicht eindeutig, wobei die Unterscheidung bezüglich der Indikation sinnvoll ist. Tranquilizer dämpfen eine bestehende Unruhe, Angst und Übererregbarkeit. Darüber hinaus werden die Muskeln entspannt, weshalb sie vor allem bei psychisch bedingten vegetativen Störungen angewandt werden. Neuroleptika dämpfen psychomotorische Spannungen. Sie werden vor allem bei psychotischen Erregungen verabreicht. Antidepressiva wirken stimmungshebend und antriebssteigernd. Hauptanwendungsgebiet sind die Depressionen. Psychostimulanzien werden in der Psychiatrie nur selten eingesetzt. Sie wirken leistungsfördernd und stimmungshebend. Darüber hinaus gibt es noch die Psychotika, die bei Gesunden kurzzeitig psychotische Symptome hervorrufen.

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