Der Psychologische Berater ist nicht therapeutisch tätig. Vielmehr hat er eine beratende Funktion bei persönlichen Problemen und setzt mit dem Klienten Ziele fest, um diese Probleme zu lösen. Es handelt sich nicht um eine geschützte Berufsbezeichnung, so dass jede Person die Bezeichnung führen darf. Aufgrund dieses Umstands gibt es keine geregelte Ausbildung für den Beruf. Der Psychologische Berater ist innerhalb der Ausübung in der Wahl seiner Methoden frei. Daher besteht die Möglichkeit, sowohl psychologisch anerkannte Methoden wie auch esoterische Möglichkeiten zu nutzen. Darüber hinaus dürfen während der Beratung auch selbstentwickelte Beratungsinstrumente verwendet werden. Der Berater muss hierbei darauf achten, dass die Grenzen seiner Tätigkeit eingehalten werden, die durch verschiedene Gesetze festgelegt werden. Selbst kleine Übertritte in den therapeutischen Bereich sind nicht erlaubt, wodurch der Beratende gerade bei der Erfassung des Problems sowie der Zielsetzung immer im Spannungsfeld zwischen möglichst genauer Exploration und Ignoration zurückliegender persönlicher Erlebnisse steht. Im Gegensatz zur Therapie übernimmt bei der Beratung der Klient die Verantwortung für den gesamten Ablauf. Zugleich ist die Tätigkeit immer auf die Zukunft gerichtet. Eine Klassifikation für die Probleme des Klienten gibt es nicht. Der Psychologische Berater versteht sich zudem nicht als Experte für die Probleme des Klienten. Vielmehr wird der Klient selbst als Experte für seine Problematik gesehen. Diese grundlegenden Fakten grenzen die Beratung deutlich von der Therapie ab und bestimmen damit den Rahmen des Berufs. Obwohl keine Ausbildung vorgeschrieben ist, muss der Berater Gesprächstechniken beherrschen, um seine Tätigkeit auszuführen. Neben NLP sind auch weitere Methoden, wie die klientenzentrierte Gesprächsführung nach Carl Rogers, gängige Varianten. Grundsätzlich sind alle Techniken geeignet, die den Beratenden dazu befähigen, ein Problem zu erkennen und genau zu definieren, wobei der Klient stets im Mittelpunkt der Gesprächsführung verbleibt. Zudem müssen verschiedene weitere Techniken zur Visualisierung bekannt sein. Grundsätzlich ergeben sich hieraus vielzählige Möglichkeiten, die dann in der Beratung an den Klienten angepasst werden. Der Psychologische Berater muss zur Ausführung seiner Arbeit somit ein breites Spektrum unterschiedlicher Techniken und Methoden verfügen, ohne die eine gute Beratung nicht möglich ist. Zugleich müssen bestimmte psychologische Grundlagen beherrscht werden, so dass die eigentlichen Ziele und die Motive des Klienten erkannt werden können.

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