Psychologischer Berater

Was ist ein Psychologischer Berater? Der Psychologische Berater ist keine geschützte Berufsbezeichnung. Daher kann die Bezeichnung grundsätzlich von jeder Person unabhängig von der Ausbildung oder dem Bildungsstand getragen werden. Die Regelungen bezüglich der Anmeldung sind zwischen den Bundesländern unterschiedlich geregelt. Während viele Bundesländer den Beruf als freien Beruf ansehen, ist in anderen Ländern ein Gewerbeschein notwendig. Der Unterschied zwischen Beratung und Therapie Der Psychologische Berater darf grundsätzlich keine Therapie durchführen und ist daher auf die Beratung bei persönlichen Problemen beschränkt. Seine Arbeit grenzt sich daher deutlich von der Psychotherapie ab. Für die Beratung gibt es zugleich keine festgeschriebene Klassifikation mit internationaler Gültigkeit. Während bei der Therapie der Therapeut der Experte ist, ist in der Beratung der Klient der Fachmann. Zugleich ist der Klient alleine für den Erfolg der Beratung verantwortlich. Die Beratung ist im Gegensatz zur Therapie immer auf die Zukunft gerichtet, so dass der Klient sich auf ein Ziel zubewegt. Stärken und Schwächen werden dabei voll berücksichtigt, so dass sich der Ratsuchende entfalten kann und eine persönliche Entwicklung stattfindet. Insgesamt stellt der Psychologische Berater keine Funktionen her, sondern ermöglicht dem Klienten die persönliche Erfüllung. Problematisch ist in diesem Bezug allerdings, dass die Trennung zwischen Therapie und Beratung nicht immer eindeutig erfolgen kann, da die Übergange teilweise fließend sind. Persönliche Einschränkungen können zu Problemen werden, mit denen dann der Berater konfrontiert wird. In diesem Fall müssen die zurückliegenden Erfahrungen bearbeitet werden, was der Berater allerdings nicht darf. Daher ist es sinnvoll, wenn der Psychologische Berater auch eine Zulassung im Bereich der Psychotherapie hat. Dies ist allerdings nicht zwingend notwendig. Der Grundaufbau der Beratung Eine Beratung dieser Art folgt in der Regel einem Schema. Dieses Schema beginnt mit der Erfassung des Problems. Dabei muss ein möglichst genaues Bild des Problems erarbeitet werden. Im Anschluss wird dann der Weg erarbeitet. Hierfür werden sehr häufig Techniken der Gesprächsführung – insbesondere NLP – verwendet. Auch hypnotische Sprachmuster sowie Visualisierungen können eingesetzt werden. In der Praxis ist häufig eine Mischung mehrerer Varianten im Einsatz, die dann an die jeweiligen Notwendigkeiten und die Person des Klienten angepasst werden. Auch esoterische Methoden können dabei immer wieder beobachtet werden, die als Hilfsmittel oder unter Umständen sogar als alleiniges Mittel verwendet werden. Nachdem ein geeignetes Ziel gefunden wurde, wird der Psychologische Berater den Klienten dazu bewegen, einen Lösungsweg zu finden. Das Ziel wird hierfür in viele kleine Teilziele unterteilt, die dann regelmäßig überprüft werden müssen. Auf dem Weg der Zielerreichung folgen regelmäßige Kontrollen. Wird ein Ziel nicht erreicht, dann muss der Weg korrigiert werden. Mindestanforderungen an den Psychologischen Berater Obwohl keine Ausbildung vorgeschrieben ist, sollte dennoch ein ausreichendes psychologisches Wissen vorhanden sein. Viele Ziele sind nur vordergründig, so dass die grundlegenden Ziele vollkommen unterschiedlich sind. Menschen, die Politiker werden möchten, können sowohl den Drang nach Anerkennung wie auch den Wunsch nach Veränderung haben. Werden die Motive ausgearbeitet, dann kann das Ziel unter Umständen auf einem anderen Weg erreicht werden. Zugleich können zwischenmenschliche Probleme nur vorhanden sein, um andere und gewichtigere Probleme zu verdecken. Um dies zu erkennen, muss ein gutes Basiswissen vorhanden sein. Zugleich sollte die Gesprächsführung beherrscht werden. Geeignet ist hierfür das NLP. Aber auch andere Varianten wie die klientenzentrierte Gesprächsführung nach Carl Rogers können eingesetzt werden. Daneben muss der Psychologische Berater über eine große Sammlung verschiedener weiterer Methoden verfügen, so dass er sich an die Persönlichkeit und an die Wünsche des Klienten anpassen kann. Kurzgefasst: Psychologische Beratung Psychologische Beratung und Therapie sind nur ein kleiner Ausschnitt aus den Möglichkeiten, die dieses Berufsfeld bietet. Das gesamte menschliche Verhalten und Erleben sowie die Entwicklung über die Lebenspanne sind seine Profession. Daher bietet er die Möglichkeit, das eigene Ich zu erkennen und Wege zu finden, um ein selbstverwirklichtes Dasein zu führen. Kurz gesagt: „Psychologische Beratung = Beratung für ein glückliches Leben.“ Psychologische BeratungsstellenPsychologische Beratungsstellen sind Einrichtungen für Menschen mit unterschiedlichsten persönlichen Problemen sowie Schwierigkeiten im Alltag und persönlichen Anliegen, die nicht ohne Hilfe gelöst werden können. Die Berater nutzen die Gesprächsführung und andere Techniken, um Ziele zu erarbeiten und die Probleme zu lösen. Psychologische Beratungsstellen führen zwar keine Therapien durch, können aber an weitere Einrichtungen vermitteln. Psychologischer BeraterEin Psychologischer Berater hat die Aufgabe, dem Klienten die freie Selbstentfaltung und Selbstverwirklichung zu ermöglichen. Hierfür nutzt er die Gesprächsführung sowie weitere Techniken aus der Psychologie. Ein Psychologischer Berater erfasst zusammen mit dem Klienten das Problem, definiert die persönlichen Ziele des Klienten und erarbeitet auf dieser Basis einen möglichen Weg zur Zielerreichung. Eine Therapie darf der Berater nicht durchführen. Psychologische BeraterinDie Psychologische Beraterin behandelt keine psychischen Leiden und Erkrankungen. Vielmehr dient sie als Begleiterin bei der Verwirklichung und der Entfaltung der eigenen Person. Hierfür nutzt sie die Gesprächsführung sowie weitere Methoden aus der psychologischen Praxis. Die Psychologische Beraterin arbeitet dabei nicht direktiv, so dass die Verantwortung für den Erfolg und die Umsetzung beim Klienten verbleibt.

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