Die reaktive Depression wird durch Ereignisse ausgelöst, die nicht verarbeitet und bewältigt werden können. In der Regel handelt es sich bei den Auslösern um ein Trauma, wie den Tod eines nahen Menschen, oder direkt erfahrene Gewalt. Diese Form der Depression hält in der Regel nur wenige Tage bis Wochen an. Sie kann sich allerdings auch manifestieren und dadurch chronisch werden. Von der Störung sind in vielen Fällen Menschen betroffen, die sehr perfektionistisch sind und über ein vermindertes Selbstbewusstsein verfügen. Darüber hinaus zeigen sie sehr oft die Tendenz, sich mit Arbeit zu überladen und Aggressionen nicht auszuleben. Auch eine ängstliche Grundtendenz begünstigt das Auftreten der Störung. Die Symptome sind mit den Anzeichen der normalen Depressionsformen vergleichbar. Der Antrieb ist vermindert und der Patient erlebt eine tiefe Traurigkeit. Es treten Schlafstörungen auf und der Betroffene hat keinen Hunger. Daneben verlangsamt sich das Denken und die Körperbewegungen. Er zieht sich zurück und wirkt niedergeschlagen. Soziale Kontakte werden vernachlässigt. In vielen kommt es zu einer Schuldzuweisung, die sich gegen die eigene Person richtet. Kurzfristig können zur Therapie Psychopharmaka eingesetzt werden. Hierfür werden vor allem Antidepressiva verwendet. Den größten Anteil haben jedoch Kriseninterventionen und Gesprächstherapien, bei denen der Auslöser im Vordergrund steht. Darüber hinaus werden sehr oft aktivierende Maßnahmen wie Wanderungen und körperliche Betätigungen empfohlen. Der Inhalt dieser Website dient der Information interessierter Besucher. Wir weisen darauf hin, dass die Informationen und Inhalte keine ärztliche Beratung und Untersuchung ersetzen. Sie sind zur Stellung von Diagnosen und Vorgehensweisen nicht geeignet. Es ist immer ein Facharzt zu Rate zu ziehen.

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