Die Rezeptive Sprachstörung ist eine Störung der sprachlichen Entwicklung und des Sprechens. Bei dieser Form der Sprachstörung liegt eine Ausdrucksfähigkeit vor, die weit unter dem Intelligenzniveau des Betroffenen angesiedel ist. Nach einem Lebensjahr reagieren die Betroffenen noch nicht auf Zuruf ihres Namens. Mit 18 Monaten können sie noch keine Gegenstände benennen. Anweisungen können im Alter von zwei Jahren noch nicht befolgt werden und im weiteren Verlauf können die Strukturen innerhalb der Grammatik nicht verstanden werden. Für komplexe und detaillierte sprachliche Aspekte fehlt das Verständnis. Begleitende sprachliche Merkmale wie Stimmlage, Gestik und Ähnliches können nicht erfasst werden. Für die Entstehung dessen werden genetische Ursachen diskutiert, die mit hirnorganischen Störungen und Faktoren kombiniert sind. Eindeutig geklärt sind die Ursachen allerdings nicht. Die Therapie besteht aus einer intensiven logopädischen Förderung und Heilpädagogik. Allerdings können sich noch weitere Probleme wie Verhaltensstörungen oder soziale Isolation ergeben, die mit weiteren Therapiemethoden gemildert werden müssen. In vielen Fällen müssen auch die restlichen Familienmitglieder in die Therapie einbezogen werden.

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