Das Schädel-Hirn-Trauma bezeichnet jede Verletzung von außen, die auf das Gehirn einwirkt. Deshalb werden unter diesem Begriff keine reinen Schädelverletzungen, wie Platzwunden oder Schädelbrüche, zusammengefasst. Die Traumata können in leichte, mittelschwere und schwere Traumata unterteilt werden, sowie in offene und gedeckte Formen. Die leichte Form besteht aus einer Gehirnerschütterung. Die Funktionsstörung ist nur vorübergehend und geht mit einer Bewusstseinsstörung einher, die nur kurzzeitig auftritt. Darüber hinaus kann eine Gedächtnisstörung für die Zeit der Verletzung und kurz davor auftreten, die als retrograde Amnesie bezeichnet wird. Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel sind Begleiterscheinungen, die vorübergehend auftreten können. Die mittelschwere Schädigung ist die Hirnprellung. Die Bewusstlosigkeit übersteigt hier eine halbe Stunde. Es können Symptome auftreten, die von der Lokalisation im Gehirn abhängig sind. Ein schweres Trauma wird als Gehirnquetschung bezeichnet. Hier kommt es zu einer Bewusstlosigkeit, die die Dauer einer Stunde übersteigt. Gleichzeitig kann es zu Blutungen, Ödemen und ähnlichen Komplikationen kommen. In vielen Fällen kommt tritt ein Koma auf, das eine direkte Folge der Schädigung oder der raumfordernden Prozesse ist. Im schwersten Fall kann es zum Tod des Betroffenen kommen. Da sich durch raumfordernde Prozesse der Druck im Hirnschädel erhöht, kann ein Teil der Schädeldecke entnommen werden. Dadurch wird der Druck vermindert und die Folgen können gedämpft werden. Dauerhafte Schäden müssen nicht auftreten, dennoch ist die Wahrscheinlichkeit dafür sehr hoch. Aufgrund der Einflussnahme auf das Gehirns sind vor allem neurologische Symptome vorhanden. Die Therapie richtet sich nach der Schwere und nach den vorliegenden Symptomen. Da immer die Gefahr einer Hirnblutung besteht, muss auf jeden Fall eine stationäre Behandlung stattfinden.

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