Die Spielsucht gehört der Kategorie der nicht-stoffgebundenen Süchte an. Die Sucht selbst ist daher nicht von einem Stoff abhängig. Vielmehr ist das gerade zwanghafte Spielen in vielen verschiedenen Formen Gegenstand des Suchtverhaltens. Während der Tätigkeit werden im Gehirn verschiedene Botenstoffe ausgesendet, die schließlich zu einer Stimulation bestimmter Gehirnregionen führen. Dadurch entstehen Glücksgefühle. Das Suchtverhalten ist daher weniger durch das Spielen als durch die Vorgänge im Gehirn zu erklären. Grundsätzlich kommt es zu einem starken Verlangen bis hin zum Zwang. Der Betroffene wird nervös und gereizt, wenn ihm das Spielen verweigert wird. Zugleich wird die Dauer der Spiele immer weiter verlängert. Schließlich ist keine Kontrolle mehr vorhanden. Der Betroffene hört kaum noch auf, die Beschäftigung auszuüben. In Folge kommt es zu einer sozialen Isolation. Auch körperliche Probleme können auftreten. Diese entstehen häufig durch eine verminderte Nahrungsaufnahme. Die Therapie besteht aus einem sofortigen Entzug. Darüber hinaus muss das Verhalten in einer Therapie verändert werden. Ziel muss dabei immer sein, das Leben dauerhaft ohne Spielen gestalten zu können.

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