Stimulanzien sind Stoffe, die eine anregende Wirkung auf den Körper haben. Sie beeinflussen die Nerven und beschleunigen ihre Aktivität oder verbessern sie. In der therapeutischen Praxis werden jene nur selten angewendet. Ein bekanntes Anwendungsgebiet ist das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom mit Hyperaktivität. Hier zeigt die Stimulanz Methylphenidat eine paradoxe Wirkung und verbessert die Symptomatik. Daneben werden die Substanzen bei Depressionen, Asthma, COPD (Chronisch obstruktive Lungenerkrankung) und Narkolepsie eingesetzt. Ephedrin wird aber auch bei Erkältungen angewandt, da es auf die Schleimhäute abschwellend wirkt. Innerhalb der Stimulanzien lassen sich verschiedene Gruppen unterscheiden. Die erste Rubrik stellen die Amphetamin-Derivate dar, der auch Methylphenidat und Amphetamin selbst angehören. Daneben gehören noch viele verschiedene weitere Substanzen in diese Stoffgruppe. Eine weitere Gruppe bilden die Xanthine. Hier ist auch Koffein zu finden, das vor allem in Kaffee und Energy-Drinks vorkommt. Peperazin-Derivate bilden die dritte Gruppe. Neben dieser Gruppeneinteilung existieren noch weitere Substanzen. Hierunter sind verbotene Drogen wie Kokain zu finden. Aber auch das Nikotin fällt unter die Bezeichnung. Im Bereich der Diäten gehören die meisten Appetitzügler in diese Gruppe von Medikamenten. Stimulanzien verfügen über ein hohes Abhängigkeitspotenzial. Sie lösen bei einer Überdosierung starke körperliche Reaktionen aus, die von Übelkeit und Schweißausbrüchen bis hin zu Bluthochdruck und Herzrasen führen können. Psychologisch gesehen, können bei einer Überdosierung Aggressionen, Selbstüberschätzung und Schlaflosigkeit auftreten.

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