Unter dem Begriff Stressresistenz ist zu verstehen, dass eine Person über eine erhöhte körperliche und psychische Belastbarkeit verfügt. Deshalb lösen äußere und innere Stressoren nur spät Stresssymptome aus. Grundlage für die Resistenz sind die Bewertungen der Person. Bereits in den 1970er Jahren wurde erkannt, dass nicht die Reize als solche für die Auslösung von Stress verantwortlich sind. Vielmehr sind es die Bewertungen, die für das Phänomen verantwortlich sind. Wird ein Reiz nicht als bedrohend erlebt und die zur Verfügung stehenden Ressourcen als ausreichend angesehen, dann bleibt die Stressreaktion aus. Die Stressresistenz basiert darauf, dass die Bewertungen eine Situation als Herausforderung einstufen, die aktivierend und anregend wirkt. Sie kann auch durch Trainings erworben werden. Zugleich sind inzwischen viele verschiedene Möglichkeiten vorhanden, um die Bewertungen zu beeinflussen. Neben Entspannungsübungen können kognitive Umstrukturierungen und Ähnliches durchgeführt werden. Zugleich kann durch bestimmte Schemata die Stressschwelle stark erhöht werden, so dass das Stressgefühl erst spät entsteht.

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