Suchterkrankungen können in stoffgebundene und nicht-stoffgebundene Süchte unterteilt werden. Grundsätzlich handelt es sich bei der Erkrankung um einen starken Wunsch, eine Substanz zu konsumieren oder eine Handlung auszuführen. Dieser kann teilweise auch in einen Zwang übergehen. Der Betroffene hat keine Kontrolle mehr über seinen Konsum und vernachlässigt sehr schnell andere Lebensgewohnheiten. Zwar treten negative soziale, körperliche und psychische Folgen auf – dennoch wird der Konsum fortgesetzt. Ein sehr deutliches Zeichen ist die Steigerung der Dosis. Wurde zunächst noch wenig konsumiert, gewöhnt sich der Körper daran, so dass der Konsum erhöht werden muss, um die ursprüngliche Wirkung zu erzielen. Wird er vermindert oder komplett eingestellt, dann kommt es zu Entzugssymptomen, die sowohl körperlich wie auch psychisch sein können. Die Symptome variieren in ihrer Stärke und Art je nach konsumierter Droge. Die Behandlung muss immer auf mehreren Ebenen ansetzen. Zunächst gilt es den Konsum vollständig einzustellen. Gleichzeitig muss eine Therapie beginnen. Während dieser lernt der Konsument, ohne den Suchtstoff zu leben. Einige Süchte spielen sich in einem bestimmten Milieu ab, weshalb gelernt werden muss, dieses zu meiden. In schweren Fällen können die Folgen des Entzugs zunächst durch weitere Medikamente gemildert werden. Die Therapie sollte normalerweise stationär erfolgen. In leichten Fällen können allerdings auch ambulante Therapien durchgeführt werden.

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