Unter dem Begriff Sucht wird die Abhängigkeit von einer Substanz oder einer Tätigkeit verstanden. Grundsätzlich können daher stoffgebundene und nicht-stoffgebundene Süchte unterschieden werden. Während in der ersten Kategorie Substanzen wie Heroin, Kokain oder Medikamente zu finden sind, bezieht sich die Sucht im zweiten Fall auf Verhaltensweisen beispielsweise wie das Spielen oder die Nutzung des Computers. Deutlichstes Anzeichen einer Sucht ist immer die Steigerung des Konsums, die durch die Gewöhnung hervorgerufen wird. Der Körper braucht daher mehr Suchtstoffe, um das gewünschte Ergebnis erzielen zu können. Daneben besteht ein beinahe unstillbarer Drang nach dem Konsum, der auch in einen Zwang ausarten kann. Der Betroffene kann den Konsum insgesamt nicht mehr kontrollieren. Zugleich werden andere Aktivitäten vernachlässigt und soziale sowie körperliche und psychische Folgen treten ein. Wird das Suchtobjekt nicht mehr zugeführt, dann kommt es zu Entzugssymptomen, die je nach Sucht unterschiedlich ausgeprägt sein können. Grundsätzlich entwickeln sich Süchte nicht durch einen einzigen Auslöser. Vielmehr spielen genetische Faktoren eine Rolle, die dann durch sozio-ökonomische Faktoren und durch psychische Probleme begünstigt werden. Die Therapie besteht immer aus einem sofortigen Entzug. Zugleich muss eine Verhaltenstherapie eingeleitet werden, damit der Betroffene lernt, ohne den Suchtstoff zu leben. Ist die Ausprägung der Sucht nur gering, kann die Therapie in wenigen Fällen auch ambulant erfolgen.

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