Die systematische Desensibilisierung ist eine Methode, die vor allem bei Angsterkrankungen eingesetzt wird. Damit soll die Empfindlichkeit verringert werden, so dass die Symptomatik in einer entsprechenden Situation abnimmt. Das Grundprinzip basiert auf der Unvereinbarkeit von Angst und Entspannung, da die Angst durch die Aktivierung des Sympathikus aktivierend wirkt, während bei Entspannung der Parasympathikus aktiv ist. In der Praxis bedeutet das, dass bei Angst der Sympathikus die Alarmreaktion auslöst. Er kann die Reaktion wieder ausgleichen, sobald dieser aktiviert wurde. Darauf basiert schließlich der Gedanke, dass eine angstfreie Bedingung geschaffen wird, die eine Bearbeitung der Angst ermöglicht. Hierbei gilt es die auslösende Situation detailliert zu beschreiben. Diese finden in einer aufsteigenden Hierarchie statt, welche sich nach der subjektiven Wahrnehmung des Klienten richtet. Die Vorstellungen werden im entspannten Zustand angeboten. Deshalb nimmt die Angst ab und verschwindet schließlich. In einem weiteren Schritt wird nun die Vorstellung auf die Realität übertragen. Durch die Vorstellungen wurden allerdings die Erwartungen und Bewertungen des Klienten gegenüber dem Angstobjekt verändert, so dass sich auch das Betragen in der konkreten Situation verändert. Neben den Vorstellungsbildern können weitere Techniken für die realen Situationen ergänzend eingesetzt werden.

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