Die Systemische Beratung findet immer innerhalb eines SGefüges statt, das aus zwei oder mehreren Personen besteht. Wann genau von einem System gesprochen werden kann, ist nicht genau definiert. Deshalb gibt es inzwischen viele verschiedene Theoriemodelle, die sich auf unterschiedliche Bereiche zwischenmenschlicher Interaktionen erstrecken. Die meisten Theorien definieren die Systeme allerdings über die ihr stattfindende Kommunikation. Ein System besteht immer aus Elementen, die interagieren und kommunizieren. Jedes Element hat dabei eigene Persönlichkeitsmerkmale. Innerhalb der Gruppe finden immer Anpassungsprozesse statt, so dass sich diese verändern können. Darüber hinaus kann das Verhalten der Gruppe vollkommen unterschiedlich zum Verhalten der Einzelpersonen sein. Das bedeutet konkret, dass das System andere Eigenschaften zeigt, als die Summierung der Eigenschaften der Einzelelemente vermuten lässt. Jedes hat innerhalb der Gruppe eine spezielle Rolle, die er erfüllt und die für das System wichtig ist. Darüber hinaus haben die Elemente eine bestimmte Stellung zueinander. Die Systemische Beratung beschäftigt sich mit den Problemen innerhalb dieser Gruppierungen. Grundlage ist die Annahme, dass Konflikte durch das System selbst gelöst werden können. Die Einzelelemente werden als Experten für ein bestimmtes Gebiet angesehen und können daher auch eine Lösung finden. Der Berater nimmt eine vermittelnde Rolle ein und steuert über Fragen den Lösungsprozess. Die Arbeit erfolgt nicht-direktiv. Vielmehr wird die Gruppe durch die Fragestellung zur Lösung geführt.

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