Systemisches Coaching beschreibt die Arbeit innerhalb einer Gruppe. Der Begriff ist noch sehr ungenau definiert, da es viele verschiedene Modelle zu diesem Arbeitsfeld gibt. Gemeinsames Merkmal dieser Modelle ist allerdings, dass eine Gruppe aus Einzelelementen besteht. Diese Elemente nehmen innerhalb der Gruppe eine bestimmte Stellung ein. Darüber hinaus existieren in jedem System Regeln, an die sich die Mitglieder halten. Diese Richtlinien können sowohl festgeschrieben und daher allen bekannt wie auch unausgesprochen vorliegen. Darüber hinaus nimmt jedes Element innerhalb der Gruppe eine bestimmte Position ein, die nicht durch berufliche Festlegungen bestimmt wird. Daher muss der Anführer einer Gruppe nicht immer der festgelegte Vorgesetzte sein. Vielmehr kann dies auch ein niederer Angestellter sein. In der Familie kann die Führung beispielsweise durch eines der Kinder übernommen werden. Grundsätzlich wird davon ausgegangen, dass die Elemente der Gruppe die Experten für ein Problem darstellen. Daher kann das Problem nur durch das System selbst gelöst werden. Der Ablauf ist dabei ähnlich des normalen Coachings. Nach einer Analyse der Problematik wird ein Ziel erarbeitet, das dann durch geeignete Maßnahmen realisiert werden soll. Um die Probleme zu explorieren, stehen verschiedene Techniken zur Verfügung. Neben der sprachlichen Kommunikation können verschiedene Methoden der Visualisierung verwendet werden. Zudem können Methoden aus der systemischen Therapie Anwendung finden. Allerdings verbleibt die Führung bei der Gruppe und wird nicht durch den Coach übernommen.

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