Tod & Trauer gehen miteinander einher. Trauer ist eine Reaktion im Nachgang eines Todesfalls oder auch nach einem anders gearteten Verlust. Diese Situationen werden dann mit weiteren Bezeichnungen belegt, die den Todesbegriff nicht beinhalten. Im Prinzip handelt es sich um einen seelischen Schmerz, der als Reaktion auf den Verlust folgt. Dieser ist mit psychischen oder psychosomatischen Symptomen verbunden, die Ausdruck der Krise sind. Der Trauernde durchläuft die verschiedenen Stadien der Trauer, welche auch als Trauerarbeit bezeichnet werden. Diese soll ermöglichen, dass der Betroffene sich von der Person lösen kann und neue Verhaltensschemata entwickelt, die eine Anpassung an die neue Situation darstellt. Die Arbeit beginnt mit widersprüchlichen Gefühlsäußerungen wie Wut, Scham, Schuld oder dem Gefühl, etwas Wichtiges nicht gesagt zu haben. Die Emotionen werden häufig auf andere Personen übertragen, wie beispielsweise auf Ärzte. Es wird ein Schuldiger für das Ableben gesucht. Schließlich entstehen bei den Trauernden Angstgefühle und Zweifel am eigenen Leben . Die Gedanken kreisen häufig um den Verstorbenen. Der Zurückgebliebene fühlt sich schuldig und sogar das eigene Leben kann als Schuldgefühl und Last empfunden werden. Zugleich wird allerdings auch ein neues Schema aufgebaut, an dessen Ende die Verarbeitung und ein normales Leben stehen soll. Die Trauerarbeit sollte daher in Form einer Therapie erfolgen bzw. durch einen Experten begleitet werden.

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