Die tonische Angst ist ein Gefühl, das in Folge einer realen oder vorgestellten Bedrohung entsteht. Die Bezeichnung leitet sich vom lateinischen „Tonus“ ab. Hierunter wird die Körperspannung verstanden. Vor allem die Spannung der Muskeln ist bei dieser Angstform massiv erhöht. Die normalen Angstsymptome umfassen neben einer eingeschränkten Wahrnehmung, Angstgedanken und Fluchttendenzen auch vegetative Symptome. Neben der Erhöhung des Herzschlags und der Atemfrequenz tritt vermehrtes Schwitzen auf. Die Atmung wird tief und schwer. Zittern tritt ebenfalls auf. Die tonische Angst ist dadurch gekennzeichnet, dass die Anspannung der Muskulatur so hoch wird, dass Betroffene nicht mehr in Lage sind, sich zu bewegen. In schweren Fällen reagieren sie nicht mehr auf Schmerzreize und können nicht sprechen. Eine Fluchttendenz kann nicht mehr ausgelebt werden. Diese Form der Angst kann bei Phobien mit einem hohen Schweregrad und bei anderen Angsterkrankungen auftreten. Im normalpsychologischen Bereich kann die tonische Angst bei einer starken realen Bedrohung auftreten.

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