Trennungsschmerz ist eine Reaktion auf die Auflösung einer Partnerschaft. Damit ist auch immer ein Entzug der bisherigen Lebensgrundlage und -organisation verbunden. Die alten Aufgabenverteilungen können nicht mehr aufrechterhalten werden, so dass die bisherigen Lebensgewohnheiten nicht mehr den Realitäten entsprechen. Grundsätzlich empfindet der Betroffene ein trauerähnliches Gefühl, das durch den Verlust des Partners hervorgerufen wird. Insgesamt ist es daher notwendig, beide Problematiken gleichzeitig zu bearbeiten. Zunächst ist es wichtig, dass neue Schemata aufgebaut werden. Die Person muss lernen, sich selbst zu organisieren. Neue Verhaltensweisen müssen aufgebaut werden, um das Leben wieder selbstständig zu bewältigen. Je länger eine Beziehung dauerte, desto mehr Entwicklungsarbeit muss gewährleistet werden. Der Trennungsschmerz selbst wird individuell verarbeitet. Jeder Mensch entwickelt im Verlauf des Lebens Schemata, um solche Belastungen zu bewältigen. Diese werden auch in einer derartigen Situation angewendet. Grundsätzlich besteht eine Hilfe zur Verarbeitung nur aus Zuhören. Verständnis ist hierbei wichtig. Allerdings sollte in den Gesprächen vermieden werden zu erwähnen, dass man den Schmerzen nachempfinden kann. Die Gefühls- und Erlebniswelt ist individuell unterschiedlich, so dass dies keine korrekte Aussage darstellt. Der Betroffene kann seine Gefühle durch solche Äußerungen sogar als „herabgestuft“ empfinden.

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