Zwänge sind ständig wiederkehrende Impulse, die den Betroffenen stark einschränken. Sie drängen sich auf und können sogar das gesamte Leben bestimmen. Der Betroffene hat das Gefühl, er müsse den Impulsen nachgeben. Gibt er nicht nach, dann verstärkt sich der Impuls. Jeder Mensch kennt dieses Gefühl. Allerdings können die Impulse auch stark übersteigert sein, so dass es sich dann um eine Erkrankung handelt. Zu unterscheiden sind Zwangsgedanken und Zwangshandlungen. Bei der ersten Variante kehren die Gedanken immer wieder unkontrollierbar zurück und drängen sich auf. Die Gedanken werden dann als unangenehm empfunden. Sie können nur schwer durch den Willen beeinflusst werden. Ein Beispiel hierfür ist der Grübelzwang. Zwangshandlungen bestehen hingegen darin, dass bestimmten Tätigkeiten immer wieder ausgeführt werden müssen. Dabei sind die Abläufe häufig ritualisiert. Bekannte Formen sind der Waschzwang oder der Kontrollzwang. Grundsätzlich kann auch der Zwang zum Sammeln – wie beim Messie-Syndrom – diesem Begriff zugeorndet werden. Zwänge können isoliert auftreten. Beeinträchtigen sie das Leben massiv und der Zwang steht im Mittelpunkt des Lebens, dann kann eine Zwangsstörung vorliegen. Häufig begleitet das Phänomen allerdings auch andere psychische Erkrankungen wie beispielsweise die Schizophrenie.

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