Eine Zwangsstörung ist durch Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen gekennzeichnet. Bei den Gedanken handelt es sich um jene, die immer wieder zurückkehren. Sie drängen sich ins Bewusstsein und können vom Betroffenen kaum beeinflusst werden. Häufig drehen sie sich um Gewalt oder obszöne Themen. Zwangshandlungen sind stereotype Verhaltensweisen, die immer wieder gezeigt werden. Häufig sind sie ritualisiert. Sie werden vom Betroffenen zumeist sogar als unsinnig erkannt. Allerdings kann das Verhalten dennoch nicht vermieden werden. Werden die Handlungen nicht ausgeführt, dann können starke Angstgefühle auftreten. Je länger die Handlungen unterdrückt werden, desto stärker wird der Druck für den Betroffenen. Die Erleichterung nach der Durchführung ist kurzzeitig. Das Leben der Erkrankten ist stark eingeschränkt. Alles dreht sich nur noch um den Zwang. Soziale Kontakte werden unter Umständen aufgegeben. Sie sind nicht in der Lage, ein normales Leben zu führen oder ihre Angelegenheiten selbst zu erledigen. Grundsätzlich hat die Störung damit Krankheitswert. Gerade die Handlungen können sich auf eine Vielzahl unterschiedlicher Tätigkeiten erstrecken. Während einige Menschen ständig die Hände waschen müssen, kontrollieren andere Personen mehrmals, ob die Tür wirklich verschlossen ist. Daher ist es ihnen fast unmöglich, pünktlich zu Terminen zu erscheinen. Die Zwänge sind häufig mit Zahlen gekoppelt. Gerade bei der Kontrolle von verschlossenen Türen kann es sein, dass die Person mindestens zehnmal umkehren muss. Sie zählen dann ganz bewusst, wie oft die Kontrolle erfolgte. Ähnliche Verhaltensweisen können bei allen Zwängen gefunden werden. Die Therapie kann aus der Verordnung von Antidepressiva bestehen. Aber auch psychotherapeutische Verfahren kommen zum Einsatz. Gängig ist die Kombination beider Therapiemöglichkeiten.

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