Angelplace Free online Channelkurs 13 - Die Erscheinung

11. Wie komme ich zur Ruhe?

Das ist eine gute Frage, und dabei auch sehr leicht zu beantworten.

Zur Ruhe komme ich erst wenn ich auch ein ernsthaftes Interesse daran habe Ruhe zu wollen. Damit ist nicht das allabendliche Füße hochlegen vor dem Fernseher gemeint, sondern echte Ruhe. So wie im Langstreckenflug z.B. wenn ich gezwungener Maßen nichts mit der Außenwelt zu tun haben möchte, was mache ich dann?

Augenbinde – Lehne zurück – Ohrstöpsel rein.

Es ist schön dabei sanfte Musik zu hören und seinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Warum funktioniert das nur wenn es keine weiteren Alternativen für eine Beschäftigung gibt?Ganz einfach. Weil wir auf Betriebsamkeit konditioniert sind, und Müßiggang etwas für Langweiler ist die keine eigenen Interessen haben. Die Wahrheit ist, das ist vollkommener Blödsinn. Wir müssen wieder lernen Müßigkeit zu praktizieren. Schon allein deshalb um unsere Batterien aufzuladen.

Aus meinen frühen ersten gesammelten eigenen Lernerfahrungen kann ich nur eines dazu sagen: Es hat bei mir einfach nicht geklappt! Wenn ich mich bewusst tagsüber hinlegte um zu meditieren bekam ich nicht einmal mit was auf der CD gesprochen wurde. Und wenn ich dann einigermaßen soweit war,  war die CD abgelaufen. Halleluja großartig. Als Vorbild dafür scheide ich definitiv aus. Noch bis heute habe ich meine liebe Mühe damit.

Allerdings habe ich für mich einen sicheren Weg gefunden in himmlische Stille zu kommen und zwar durch die Macht der Gewohnheit. Anfangs war ich erst bereit zu entspannen wenn die CD aus war. Aber danach entstand etwas Erstaunliches. Nach Ablauf der CD konnte ich mich nicht dazu aufraffen noch einmal den Startknopf zu drücken obwohl mein innerstes förmlich danach schrie. Ich war zwar hellwach und bei Bewusstsein. Aber so regungslos tiefenentspannt dass ich mich schlicht und ergreifend nicht bewegen wollte und innerlich so was Ähnliches zu mir sagte wie: „Ach halt die Klappe.“

Und bei dem Gedanken darüber wurde es mir egal. Ich blickte innerlich auf die vielen Lichtpunkte die aus dem dunklen schwarz meiner geschlossenen Augen mir scheinbar zuzwinkerten. Immer aus überraschend verschiedenen Richtungen.

Das war spannend und ist es heute noch. Ich ließ einfach geschehen und fühle mich unsagbar wohl. Irgendwann nahmen die Lichtpunkte Gestalt an. Gegenstände – Häuser –Fahrzeuge – Kontinente, ja ganze Szenarien erschienen vor meinem geistigen Auge.
Und eine Tages geschah es dann.  Das zuvor von mir gesehene tatsächliche Ereignis kam in den Nachrichten. Ich weiß nicht mehr so genau was ich bei mir dachte. Nur kann ich mich noch sehr genau daran erinnern, dass ich wissentlich schmunzeln musste.

So etwas geschieht nicht von heute auf Morgen, dazu gehört der unumstößliche Wille, eine gehörige Portion Mut, und auch ein gewisser Humor dabei kann nicht schaden.

Doch was ein absolutes Muss ist: Üben, Üben, Üben! Rückschläge einstecken und Geduld haben. Spielerisch dabei sein. Und nicht alles so ernst nehmen. Vor allem, am Anfang sich selbst nicht. Ihr macht hier erst mal nur Erfahrungen, und sammelt diese.

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