Die Seele in unterschiedlichen Kulturen - China und Japan

Seelenglaube in China

Die Chinesen glauben bereits seit ihrer Frühgeschichte an verschiedene Aspekte der Seele. Es wird in die sogenannte “Körperseele” oder “P’o” und die “Hauchseele” oder auch “Hun” unterschieden. Beide Seelen gelten als eigenständige und voneinander getrennte Entitäten. Die “P’o” verkörpert alles Physische, was den Körper betrifft. Bewegung, Atmung, Herzschlag, Blutfluss, Schmerz, Wohlbefinden und im Grunde jedes erlebbare, sichtbare oder greifbare Element unseres Körpers. “Hun” hingegen ist das Bewusstsein. Eine ätherische Seele oder auch “Exkursionsseele”, welche in der Lage ist, den Körper bereits zu Lebzeiten zu verlassen, um auf Wanderschaft zu gehen, zum Beispiel wenn der Körper schläft (Träume).

Nach dem Tod des Menschen verlässt ihn die Hun-Seele jedoch endgültig und tritt in ein jenseitiges Reich über. Die P’o-Seele jedoch verbleibt auch nach dem Tode beim Menschen, da sie ein mit seinem Leib ist. Grabbeigaben sorgen auch nach der Bestattung des Verstorbenen für das weitere Wohlergehen der P’o-Seele. Ein gewaltsamer Tod hingegen ist etwas anderes. Hier kann es durchaus passieren, dass beide Seelen als rachsüchtige Geister Orte oder Menschen heimsuchen, welche für den Verstorbenen eine bestimmte Rolle gespielt haben.

Seelenkult in Japan

Das japanische Wort für “Seele” ist “Tama” oder “Mitama”, was sich mit “wunderbar, geheimnisvoll” oder auch “kostbar” übersetzen lässt. Auch in Japan ist nicht die Rede von einer Seele, sondern der multiplen Manifestation verschiedener Aspekte des Selbst. Hierbei ist es jedoch nicht die Trennung von Körper und Verstand, sondern vielmehr die Differenzierung verschiedener Wesenszüge der Person. So ist etwa die sanftmütige und frohe Seele zuständig für das Wohlergehen des Menschen, die ungestüme und leidenschaftliche Seele sorgt hingegen für Risikobereitschaft oder liefert den Ansporn für kriminelle Handlungen. Für die Japaner sind alle Seelen “Exkursionsseelen”, welche den Körper hin und wieder verlassen.

Der Shintoismus kennt drei Jenseitswelten. Eine Unterwelt (Yomo-Tzu-Kuni), ein Himmelreich (Takama-No-Hara) und “Toko-Yo”, ein Totenreich jenseits des Meeres. Nachdem der Buddhismus im Japan des Mittelalters mehr und mehr an Bedeutung gewann, verbreitete sich der Habitus, zornige Seelen oder Geister mit Opfergaben, Geschenken und Ritualen zu besänftigen, im gleichen Maße schnell.

 

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