Deutsches Original Tarot

Das Deutsche-Original-Tarot ist inzwischen nur noch in Antiquariaten zu finden. Es wurde in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts entworfen und bis 1958 produziert. Die Zeichnungen auf dem Deck sind skizzenhaft und die Begrenzungslinien zeigen keine Geraden. Die Beschriftungen sind klar und nüchtern und erinnern in weiten Teilen an einen Stempel. Das Format der einzelnen Karten ist wesentlich kleiner als bei Tarots üblich. Das Deutsche-Original-Tarot hat keine gestaltete Rückseite – sie ist ausschließlich in grau gehalten. Innerhalb der Bilder sind Züge ägyptischer Figuren und Symbole zu erkennen. Insgesamt wirkt das Deck unfertig und unreif. Das Deutsche-Original-Tarot verfügt über zwei Bezeichnungen. Zum einen sind auf den Karten die traditionellen Begriffe zu finden. Daneben wurde für jede Karte ein weiterer Name vergeben, der allerdings keinerlei Einfluss auf die Deutung und die Symbolik hat. Am unteren Rand befinden sich Hinweise auf die Bedeutung der Karte. Deshalb ist das Deck gerade für Anfänger gut geeignet. Das Deutsche-Original-Tarot wurde von A. Frank Glahn entworfen. Glahn absolvierte eine kaufmännische Ausbildung und war später Vorstand der AG Bauhütte. Das Unternehmen verlegte die Zeitschrift „Die Bauhütte“. Sie hatte ausschließlich freimaurerische Inhalte. Auch Glahn selbst gehörte den Freimaurern an, was die Entwicklung des Decks erklärt – die Freimaurerei entwickelte zu dieser Zeit okkultistische und esoterische Strömungen. Innerhalb seiner Aktivitäten als Freimaurer entwickelte er wahrscheinlich auch seine Affinität zur Astrologie, in der er durch die Entwicklung verschiedener Deutungssysteme bekannt wurde. Sein Beweggrund für die Entwicklung des Decks soll der Überlieferung nach das Vorhandensein eines Deutschen Tarotbuchs gewesen sein. Für dieses Buch gab es keine entsprechenden Karten. Deshalb habe Glahn das Deutsche-Original-Tarot entwickelt, um dem Buch ein entsprechendes Deck beifügen zu können.

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