Die Begrifflichkeit Eigentum ist von der des Besitzs abzugrenzen. Es beschreibt das uneingeschränkte Herrschaftsrecht. Im rechtlichen Sinn wird es stets einer juristischen oder natürlichen Person zugeordnet. Ein juristische Individuum kann dabei ein Unternehmen oder ein Verein sein. Diese Form ist somit ein Konstrukt, das eine reale Person im rechtlichen Sinn ersetzt. Das Adjektiv „real“ kann in diesem Fall mit „natürlich“ gleichgesetzt werden. Ein Eigentum verbleibt immer beim seinem Eigentümer, auch wenn die Sache sich derzeit nicht in seinem Besitz befindet, sondern an einen anderen Menschen übergeben wurde. Er bezeichnet somit, dass eine Person die tatsächliche Herrschaft über eine Sache innehat. Besitzer und Eigentümer müssen daher nicht die gleiche Person sein. Der Eigentümer hat – vereinfacht ausgedrückt – die uneingeschränkte Verfügungsgewalt über den Gegenstand, während der Andere nur von ihr Gebrauch machen kann. Die Unterscheidung beider Begrifflichkeiten ist nicht bei allen Völkern gebräuchlich. Vor allem Natur orientierte kennen nur den Begriff Besitz. Ein Beispiel hierfür sind die Inuit-Indianer. Auch die Ureinwohner Australiens unterscheiden bis heute nicht zwischen den beiden Formen. Die Differenzierierung wurde geschichtlich gesehen erst mit der Entwicklung der Städte relevant. In den frühen Formen der Siedlungen gehörten die Gebäude einigen wenigen Menschen, die sie dann den vielen Individuen zur Verfügung stellten, die in den dort lebten. Durch die Unterscheidung wurde es nun möglich Miete und andere Rechte zu verlangen. Der Besitzer ging somit Verpflichtungen gegenüber dem Eigentümer ein.

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