Unter dem Begriff Erziehungsmaßnahmen werden alle Durchführungen verstanden, die bewusst durchgeführt werden. Sie haben das Ziel das Verhalten einer Person – die erzogen werden soll – dauerhaft zu beeinflussen. Sie lassen sich in Belohnung und Strafe unterteilen. Gerade bei der Anordnung von Strafe ergeben sich allerdings zahlreiche Probleme. Damit diese Wirkung zeigt, muss der daraus resultierende Nachteil für den Zu-Erziehenden unverhältnismäßig groß zum Vergehen sein. Das bedeutet bildlich gesprochen: Wenn das Kind oder der Jugendliche zehn Minunten zu spät nach Hause kommt, dann muss die Strafe aus einer Woche Hausarrest bestehen. Nur durch dieses Missverhältnis zeigt eine Strafe Wirkung. Zugleich kann bei einer Strafe die Langzeitfolge nicht abgeschätzt werden. Belohnungen beruhen immer auf dem Prinzip des operanten Konditionierens. Nach dieser Lerntheorie wird ein erwünschtes Verhalten, nach einer Belohnung, in der Folge verstärkt gezeigt. Woraus diese besteht, ist individuell festzulegen.

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