Die Familienaufstellung stammt aus der Systemischen Psychotherapie. Diese Therapieform untersucht Zusammenhänge und Beziehungen zwischen Menschen innerhalb einer Gruppe. Die Familienaufstellung findet in größeren Sitzungsgruppen statt. Oftmals sind in einer Gruppierung mehr als zehn Personen vertreten. Ein Mitglied nimmt dabei die Rolle des Aufstellers ein. Er gibt einem Therapeuten über seine Situation und über seine Kindheit Auskunft. Dabei versucht der Therapeut mit dem Aufsteller zu erarbeiten, welche Personen einen Einfluss auf das Problem hatten. Um diese darzustellen, wählt der Aufsteller Gruppenmitglieder aus, die stellveretend für jene stehen, die bei dem Problem eine Rolle spielen. Die „Stellvertreter“ werden dann so im Raum aufgestellt, dass sie die Beziehungen zueinander sichtbar machen. Die Familienaufstellung folgt dabei keinen rationalen Entscheidungen, sondern wird intuitiv durchgeführt. Zwar gibt es keine wissenschaftlichen Erklärungen für die Funktion der Aufstellung, jedoch entspricht sie in der Regel den realen Gegebenheiten. Auf diese Weise wird ersichtlich, welche Verflechtungen es in den Beziehungen gab und welche Aufgaben der Aufsteller übernommen hat und welche an ihn weitergegeben wurden, ohne dass sie ihn eigentlich betrafen. Nachdem diese Muster sichtbar gemacht wurden, werden sie durch ein Refraiming verändert. Dieses basiert auf den Glaubenssätzen eines Menschen. Ziel der Arbeit ist es daher, den Glaubenssätzen eine neue Bedeutung zu geben, ohne sie dabei zu verändern. Das Gesamtziel der Familienaufstellung besteht darin , die neuen Glaubenssätze und Verhaltensmuster in das Leben des Aufstellers zu übertragen. Der Aufsteller soll durch die Familienaufstellung in die Lage versetzt werden, die bisherigen Probleme durch neue Verhaltensweisen zu bewältigen.

Wie gefällt Dir dieser Beitrag?
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (Es wurden noch keine Bewertungen abgegeben)
Loading...


0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.