Gewalt ist in soziologischer Hinsicht eine Form der Machtausübung. Bei dieser werden Verhaltensweisen gezeigt oder es finden Ereignisse statt, die einen verändernden oder schädigenden Einfluss auf Personen oder Gegenstände haben. Gewalt kann nach dieser Definition sowohl physisch, als auch psychisch, vorkommen. Zugleich beschreibt die Definition, dass ein Zwang ausgeübt wird. Sie ist auch immer in Verbindung mit Aggression zu finden. Gewalt kann auf viele verschiedene Arten entstehen. Eine häufig genannte Hypothese ist die der Frustrations-/Aggression. Die Aggressionen können sich steigern, bis sie schließlich in Gewalt münden. Auch die gängigen Lerntheorien werden immer wieder zur Erklärung der Entstehung herangezogen. Wenn bei einem Vorbild Gewaltakte beobachtet wurden, dann kommt es zumeißt zu Nachahmungstaten. Führt das Verhalten zum Erfolg, dann können sich in der Folge weitere Gewalttaten zeigen. Und auch das operante Konditionieren wird sehr oft zur Erklärung von Gewalt herangezogen. Wenn diese zu einer Entlastung führte, dann wirkte diese wie eine Belohnung. Dadurch wird das Verhalten schließlich auch in weiteren Situationen gezeigt. Wenn immer wieder die Entlastung erfolgt, dann erfolgt zugleich immer wieder eine Belohnung – das Verhalten wird verstärkt angewendet. Auch Stress kann schließlich zu Gewalt führen. Stressoren wirken auf den Organismus ein. Der Körper wird in Folge dessen in Alarmbereitschaft versetzt. In dieser Phase werden Energien mobilisiert, die auf zwei verschiedene Arten zur Entladung kommen können. Während der Fluchttyp, die Energien zum „Flüchten“ nutzt, greift der Kampftyp an. Können die Energien mit „normalen“ Mitteln nicht aufgebraucht werden, dann kann auch Gewalt gezeigt werden. Misshandlungen erscheinen in Form der Gewalt. Diese können sowohl psychischer, wie auch physischer Natur sein. Bei der Misshandlung richten sich die Aggressionen in der Regel immer gegen eine Person. Der Täter nimmt unbewusst an, dass die Person ihm kognitiv und/oder körperlich unterlegen ist. Sie werden oftmals ausgelebt, wenn die gewaltausübende Person ein geringes Selbstbewusstsein und ein geringes Selbstwertgefühl hat. Je öfter diese stattfindet, desto mehr wird der Täter bestätigt. Wie bei den Lerntheorien wird das Verhalten vermehrt gezeigt. Deshalb kommen Misshandlungen oftmals zunächst einmalig vor. Die Intervalle steigern sich schließlich bis nur noch kurze Zeitabstände aufgewiesen werden können.

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