Das Hellsehen ohne Hilfsmittel ist grundsätzlich von der religiösen Prophetie abzugrenzen. Bei letzterem handelt es sich um göttliche Inspirationen, die durch Eingebung bei eine Person zu Tage tritt. Dieser Umstand entfällt beim Hellsehen ohne Hilfsmittel. Es verzichtet auf Systeme wie Tarot, Lenormand-Karten, Wasserlesen und andere Techniken. Diese Variante der Divination wird als Gabe gesehen, die ein Mensch bereits von Geburt an besitzt. Die Hellseher nehmen in der Regel für sich in Anspruch, dass die Gabe von den Vorfahren geerbt wurde. Allerdings gibt es innerhalb der esoterischen Strömungen auch Menschen, die davon ausgehen, dass jeder Mensch die Voraussetzungen hat, das Hellsehen ohne Hilfsmittel erlernen zu können. Eine Theorie geht davon aus, dass die Mimik und Gestik des Fragestellers von den Hellsehern unbewusst aufgenommen wird. In diesen Signalen würden sich dann sehr oft Signale verstecken, die dem Hellseher eine Richtung vorgeben, die bei seiner Wahrsagung eine große Rolle einnimmt. Auch Persönlichkeitsmerkmale des Fragesteller, sowie die Stimme und die Wortwahl, können unbewusst registriert und gedeutet werden. Die Aussagen basieren in diesem Fall auf den Rückschlussprozessen, die unbewusst stattfinden. Darüber hinaus ist das Gehirn in der Lage mehrere millionen Rechenoperationen in Sekunden durchzuführen. Dies führt schließlich dazu, dass die Wahrscheinlichkeiten für das Eintreffen einer bestimmten Situation unbewusst errechnet werden und dann in der Aussage des Hellsehers erscheinen. Allerdings ist anzumerken, dass diese Wahrscheinlichkeit mit zeitlicher Dauer bis zum Ereignis sinkt.

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