Der Begriff Hexe bezeichnete im Mittelalter vor allem weibliche Personen, denen magische Kräfte nachgesagt wurden. Sie wurden über viele Jahre hinweg verfolgt – was vor allem durch die Kirche begründet war. Der Volksglaube schrieb einer Hexe Kontakte mit Dämonen und dem Teufel zu. Die Hexe entspringt nach neueren Erkenntnissen dem Götterglauben, wie er vor der Zeit der Christianisierung herrschte. Damals wurden verschiedenen Vorgängen in der Natur eine mystische Bedeutung zugeschrieben. Auch Pflanzen wurden verschiedene Kräfte zugeschrieben, die schließlich in den Ritualen „aktiviert” wurden. Im eigentlichen Sinn handelte es sich um religiöse Praktiken, die vor allem von den Naturvölkern betrieben wurden. Daneben verfügten die Hexen auch über ein großes Heilwissen. Sie waren in vielen Fällen in der Lage Pflanzen einzusetzen, um verschiedene Krankheiten zu heilen. Einer Hexe wurde auch nachgesagt, dass sie in der Lage sei, die Zukunft vorauszusehen. Um die Voraussagen zu treffen, wurden verschiedene Rituale durchgeführt, für die verschiedene Materialien genutzt wurden. Solche Rituale gab es allerdings nicht nur bei den Völkern des europäischen Festlands, sondern jedes Naturvolk hatte seine eigenen Rituale. Oftmals wurden bestimmte Personen aus der Gemeinschaft ausgewählt, die sich dann die Rituale und das Wissen aneigneten, um ihre Aufgabe zu erfüllen. Bekannte Formen sind beispielsweise die Schamanen oder die Medizinmänner der Indianer. Das bekannteste Volk aus diesen Formen waren die Wicca, die bis heute noch als der Ursprung aller Hexen gelten. Sie waren ursprünglich in Europa stark verbreitet. Während sie in der alten Welt nicht mehr existieren oder kaum noch Anhänger finden, findet die Religion und Kultur in Amerika bis heute eine große Anhängerschaft. Die alten Rituale dieses Volkes werden dort noch praktiziert. Heute sind Hexen vor allem in der Esoterik und im Neuheidentum vertreten. Im Vordergrund des Glaubens steht die Natur. Der Begriff Hexe ist hierbei eindeutig positiv belegt. Eine Hexe kann allerdings verschiedene Richtungen verkörpern. Grundlage für die moderne Hexe sind die alten Religionen und der alte Glaube. Einige Vertreter bezeichnen sich als „Kräuter-Hexe” und sind in der Heilkunst mit den alten Ritualen und Methoden tätig. Andere beschäftigen sich hauptsächlich mit den Weissagungen. Die Methoden können dabei stark variieren. Die alten Techniken werden bei dieser Form der Hellseherei in gleicher Weise verwendet wie die modernen Wahrsageformen. Eine Hexe kann sich auch mit schwarzer Magie beschäftigen. Diese Form geht stark in den Okkultismus und den Satanskult.

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