Das kabbalistische Kartenlegen beruht auf der hermeneutischen Richtung der jüdischen Mystik. Diese Richtung spielte vor allem beim „Golden Dawn“ eine wichtige Rolle. Der „Golden Dawn“ war ein Orden, der gegen Ende des 19. Jahrhunderts gegründet wurde. Einer der bekanntesten Mitglieder des Ordens war Aleister Crowley. Crowley verband die mystischen Ansätze der östlichen und westlichen Richtungen. Seine Schriften orientierten sich gleichzeitig am „Buch des Gesetztes“, das sich unabhängig von den Religionen machen wollte. Einen wesentlichen Einfluss übten die Schriften und Überzeugungen Crowleys vor allem auf die New-Age-Bewegung aus, die sich am Anfang des 20. Jahrhunderts formiert. Im Zuge der 68er Bewegung gewannen seine Werke dann nochmals an Bedeutung. In dieser Zeit spielten die spirituellen und esoterischen Bewegungen eine große Rolle. Das kabbalistische Kartenlegen verwendet Karten, die auf dem System des Tarots basieren. Es basiert demnach auf dem Lebensbaum und der Astrologie. Die Karten haben deshalb eine besondere Gestaltung. Die Zahlenwerte werden durch die hebräischen Zeichen ergänzt. Zusätzlich entfallen die klassischen Bilder des Tarots. Vielmehr werden die astrologischen Zuordnungen dargestellt. Auf den Zahlenkarte ist deshalb die Zuordnung zu den Planeten im Tierkreis dargestellt. Zusätzlich verfügen die Karten für das kabbalistische Kartenlegen über die entsprechenden Zeichen der Alchemie. Die Deutungshinweise für die einzelnen sind in deutscher, englischer und hebräischer Sprache vorhanden. Die Legesysteme des kabbalistischen Kartenlegens entsprechen den Systemen des Tarots. Auch die Deutungsregeln sind mit denen des Tarot identisch.

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