Der Begriff Mentaltraining – oder Mentales Training – kommt ursprünglich aus der Sportpsychologie. Mit dieser Methode sollten Bewegungsabläufe trainiert werden, die für die jeweilige Sportart wichtig sind. Inzwischen hat sich der Begriff Mentaltraining auf eine Vielzahl von Methoden ausgeweitet. Diese sollen dabei ganz unterschiedliche mentale Fähigkeiten trainieren. So können Sozialkompetenzen, kognitive Fähigkeiten, Wohlbefinden, Selbstbewusstsein oder auch emotionale Kompetenzen Inhalt der Übungen sein. Oftmals wird das Mentaltraining als Coaching bezeichnet. Der Begriff Coaching beschreibt allerdings eine Beratung, so dass er auf das Mentaltraining angewendet, substanziell falsch ist. Der Begriff Mentaltraining ist durch den Gesetzgeber nicht definiert und nicht geschützt. Auch die Bezeichnung Mentaltrainer unterliegt keinen gesetzlichen Regulierungen. Deshalb kann sich jede Person unabhängig von ihrer Ausbildung derart betiteln. Durch diese Problematik finden sich viele verschiedene Methoden und Praktiken unter diesem Genre wieder. Viele Personen mit psychischer Problematik suchen zunächst ein Mentaltraining. Nicht nur die Qualifikation der Trainer unterliegt starken Abweichungen. Auch die Qualität zeigt starke Unterschiede. Problematisch ist auch, dass jedes Psychotherapieverfahren unter der Bezeichnung Mentaltraining angewendet werden darf, ohne dass der Trainer hierfür ausgebildet ist.

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